Ausflug mit reizender Schifffahrt auf dem Neckar – Romantische Altstadt erlebt

Zu einer Tagestour mit Angehörigen lud der Männerchor am letzten September-Samstag ein. Diesmal fuhr man mit dem Bus nach Heidelberg, wo die Teilnehmer neben einer sehr gelungenen Stadtführung auch eine neunzig-minütige Schifffahrt auf dem Neckar bis Neckarsteinach erlebten.

Im Vorfeld hatte sich ein Team zur Vorbereitung der Tagesunternehmung gebildet, dem neben Jürgen und Uwe Rau auch Bernd Szybalski und Wolfgang Schlenker angehörten. Schließlich wollte man in Heidelberg vor allem eine kompetente Stadtführung - und nicht zuletzt möglichst auch eine historische Studentenkneipe mit ihren traditionellen Köstlichkeiten erleben.

Dass die romantische Heidelberger Altstadt an diesem Tag praktisch übervölkert war, wusste freilich vorher niemand. Das Herbstfest lockte jedenfalls ungezählte Besucher in die beliebte Kurpfalz-Metropole, die praktisch das ganze Jahr über von unzähligen Touristen besucht wird. Die 30.000 Studenten spielen in der 180.000 Einwohner zählenden ältesten Universitätsstadt Deutschlands traditionell ebenfalls eine ganz große Rolle, wie man von der kompetenten Stadtführerin erfuhr. Diese zeigte den Besuchern aus Denzlingen unter anderem auch den „Studenten-Karzer“, in dem früher Studenten einige Zeit verbringen mussten, wenn sie etwas Gravierendes ausgefressen hatten. Zuletzt habe man diese „Tradition“ allerdings deswegen aufgegeben, weil der dortiger Aufenthalt bei guter Versorgung in Begleitung lieber Menschen eher als attraktiv denn als Strafe erfahren worden sei.

Auch das Leben des viel besungenen Kurfürsten Friedrich von der Pfalz war ein eingehendes Thema vor dessen Bildnis auf der berühmten Alten Brücke. Nicht selten habe er sich frühmorgens gefragt, wie er gestern wohl „ins Nescht gekommen“ sei: „Bin wohl wieder voll gewest“, war die vielstimmige Antwort der Heidelberg-Kenner. Sehr beeindruckend war ein stattlicher Fanfarenzug, der sich anlässlich des Herbstfestes durch die Altstadt bewegte, wobei auch Oberbürgermeister Eckart Würzner zu erleben war, der erst letztes Jahr mit überwältigender Mehrheit von über 85 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt wurde.

Einfach köstlich war nicht nur das Essen, sondern nicht zuletzt auch das alte Inventar in der historischen Studentenkneipe „Zum Roten Ochsen“, wo schon sehr viele Prominente abstiegen und ihre „Spuren“ hinterließen, wie man an Tischen und Wänden bewundern kann.

Nach dem Konsum von viel Livemusik in der ganzen Stadt bestieg man schließlich eines der beliebten Schiffe der „Weißen Flotte“, um eine 90-minütige Dampferfahrt auf dem Neckar bis nach Neckarsteinach zu unternehmen, wobei man dank zweier Schleusen auch über sechs  Höhenmeter überwand. Insgesamt wird mit Hilfe von 27 Staustufen eine Gesamtfallhöhe von über 160 Metern (!) überwunden. Dadurch hat der Neckar längst nicht mehr jene einst gefürchtete Fließgeschwindigkeit und Gefährlichkeit, wie sie der amerikanische Schriftsteller Mark Twain nach einer Fahrt einst beschrieb. Reich an vielen guten Eindrücken traf die Denzlinger Reisegesellschaft schließlich am frühen Abend wieder in Denzlingen ein.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.