Am Montag, den 9. März hatte der PJC noch eine schöne Chorprobe gehabt, ein neues Lied angefangen und das aktuelle Repertoire gefestigt, denn bis zu unserem Jahreskonzert Ende Juni würde die Zeit wieder wie im Flug vergehen. Doch wenige Tage später kam eine Rundmail von unserer Vorsitzenden Kirsten, dass die nächste Probe erstmal ausfiele, wegen der zunehmend angespannten Situation durch die Ausbreitung des Corona-Virus.

Und dann kam der Shutdown. Keine Proben mehr, kein Jahreskonzert des Gemischten Chores Ende März, kein Grillhock, nix, nada, niente.

Es vergehen drei lange Monate, und die Absage des PJC-Jahreskonzerts steigert auch nicht gerade die Motivation, sich daheim im stillen Kämmerlein mit den zahlreich vorhandenen Übe-Midis zu beschäftigen. Als Mitte Juni dann die strengen Kontaktbeschränkungen von Seiten der Landesregierung gelockert werden, macht sich auch der Concordia-Vorstand Gedanken, ob und wie Chorproben wieder möglich sein können. Und so wird ein Hygiene-Konzept erstellt, der Probenraum im Hinblick auf die Einhaltung der Abstandsregeln vermessen und Desinfektionsmittel besorgt. Ein großes Dankeschön hierfür an Matthias, Kirsten, Rosi und Iris!

Am 29. Juni ist es dann endlich soweit: Wir proben wieder!!! Was für ein freudiges Wiedersehen mit Sabine, mit den anderen! Alles natürlich mit dem gebotenen Abstand. Die Zahl der SängerInnen ist zwar äußerst überschaubar, denn von den etwa 20 Leuten, die prinzipiell zugesagt haben, sind nur 12 gekommen. Zudem mussten wir ausnahmsweise in den Großen Saal ausweichen. Es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn die Sitzabstände so groß sind, dass man nicht die Nachbarin links und rechts im Ohr hat. Sabine ist dennoch sehr zufrieden, bescheinigt uns gar solistische Qualitäten! Vor allem der Bass (Singular), also Andreas, schlägt sich tapfer.

Eine Woche später in der zweiten „Corona-Probe“, diesmal bei schönstem Wetter im Freien vor dem KuB, ist der Kreis der SängerInnen schon etwas größer. Sabine muss ein wenig gegen den Wind kämpfen mit ihren Notenblättern, und ihre aufmunternde Mimik und Gestik angesichts vorbeieilender, potentieller neuer Tenöre oder Bässe wird von diesen leider ignoriert, so dass DER BASS weiterhin allein zurechtkommen muss. Das wird sich in den kommenden Wochen hoffentlich noch ändern, denn das gemeinsame Singen, unter Beachtung der Regeln, macht einfach nur SPASS!!!

Von Carolin Waldmann