Es ist Sonntag der 3.Juni 2018, es trennen uns noch genau 3 Sonderproben und 6 Tage von unserem Konzert...von einem ganz besonderen Konzert:
wir feiern in diesem Jahr unser 20jähriges Bestehen.

In diesen Tagen sieht man uns verstärkt, scheinbar abwesend, mit Noten in der Hand, mit Kopfhörern im Ohr und mit den Songtexten - bestenfalls schon fest im Kopf gespeichert - herumlaufen...summend oder vielleicht sogar singend. Familie und Freunde kennen diesen Zustand bereits aus den Vorjahren und sind - wir danken es ihnen - bereit ihn zu akzeptieren.

In dieser ersten Probe, am Sonntag - eine Stunde vor der geplanten Zeit - treffen wir uns und nutzen diese, um weiter an unserer Choreo zu arbeiten...denn Singen, sich gleichzeitig bewegen und dabei auch noch gut auszuschauen, das wurde nicht jedem in die Wiege gelegt....
So also gibt jeder sein Bestes, schwingt Arme, Schultern und Hüften mal hier und mal dorthin, klatscht mehr oder weniger synchron und lächelt dabei gut gelaunt nach vorne, ins imaginäre Publikum hinein. Nach einer Stunde sind wir zufrieden mit den Erreichten. Doch nun so richtig ordentlich aufgeheizt erscheint es nahezu unmöglich im angedachten Raum die Chorprobe abhalten zu können. Wir müssen uns Luft, Raum und Kühle verschaffen.

Die Außentemperaturen betragen weit über 25° und die einfallenden Sonnenstahlen haben das Klassenzimmer, in dem wir proben wollen, in einen Backofen verwandelt. Einhellige Meinung...hier geht garnix!! Also werden Tische beiseite und Klavier und Stühle in den Flur geräumt und gleich im Anschluss an das Kuchenbuffet nehmen nun also unsere Männer Platz...es wird sich zeigen, ob sie das motiviert oder ablenkt.... Diese Probe dauert viele Stunden, in denen wir sehr konzentriert an den vielen „Kleinigkeiten“ feilen, die wir eben doch noch nicht können. Sabine erweist sich dabei als sehr cool und nervenstark, als da plötzlich vor lauter Anspannung das ein oder andere vergessen scheint und Texte und Noten durcheinanderpurzeln...sie hat richtig gute Laune, gibt diese an uns weiter und wir können - müde und kaputt wie wir alle sind, aber doch mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.... Ach ja, das Kuchenbuffet und unsere Männer.... Sie waren heute richtig gut und haben deshalb wohlverdient sehr viel Lob von Sabine gehört.

Gleich am nächsten Abend ist die Generalprobe mit Olga Krasotova (Klavier) und Eric Karle (Schlagzeug). Immer noch ein wenig k.o. traben wir wieder zur Schule, schieben, tragen und rollen das Mobiliar umher und erwarten einen anstrengenden Abend. Sabine und Olga und Eric sind inzwischen ein eingespieltes Team, einige Jahre schon begleiten die beiden uns bei unseren Konzerten und es bedarf meist keiner großen Worte, um sich zu verständigen. Und doch wird es wieder ein langer Abend, denn jedes der Lieder wird mindestens einmal durchgespielt und durchgesungen.

In vielen Passagen kommt es eben auf DIE "Kleinigkeiten" an, die dem Zuhörer im Einzelnen nicht, wohl aber im Ganzen auffallen und die aus Chor und Orchester eine Einheit machen werden. Sabine hat darin ihre genauen Vorstellungen und während wir versuchen zu glitzern, zu strahlen, Erstaunen, Liebe, Fröhlich - oder Traurigkeit in unsere Stimmen zu legen, versuchen Olga und Eric genau dies mit ihren Instrumenten zu unterstreichen.

Am Freitag vor unserem Konzert treffen wir uns zu einem letzten kompletten Durchsingen des Konzertprogramms und nun wird sich zeigen, was wir in der letzten Zeit erarbeitet haben.

Text, Noten und Choreo müssen wie selbstverständlich und auf den Punkt abrufbar sein, denn nun wird nichts mehr bearbeitet, nichts mehr gefeilt oder besprochen.

Nun muss alles sitzen und wir stellen fest:

MORGEN ROCKEN WIR DIE BÜHNE!!!!

ES WIRD EIN GROẞARTIGES KONZERT!!

Angela Maas

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