Multi-Kulti-Hochzeit im Suggental am 26.05.2018

Aller guten Dinge sind drei – und der Ablauf erscheint durchaus konsequent: Die erste Hochzeitszeremonie von Lisa und Yagub findet in Amman (Jordanien) statt, nämlich dort, wo beide leben, sich kennenlernten und schließlich verliebten. Der zweite Teil wird ein paar Tage später in Khartum (Sudan), Yagub‘s Heimat, gefeiert. Dann bleibt zum Schluss und als Höhepunkt der ganzen Festivitäten am 26.05.2018 logischerweise nur die Kirche „Maria Heimsuchung“ im Suggental, da Lisa ja in Denzlingen groß geworden ist. Zur Gestaltung des Hochzeitsgottesdienstes soll der Pop-und-Jazz-Chor 3 Lieder beisteuern, die sich das Brautpaar aus einer kleinen Liste gewünscht hat.

Eine kleine, aber singfähige 13-köpfige Delegation trifft sich zur Generalprobe um halbeins in der Denzlinger Grundschule. Hmmm, da wackelt’s noch an allen möglichen Ecken und Enden, vor allem „A claire benediction“ will nicht so recht, aber wir werden das schon hinkriegen.

Da neben dem Altar nur wenig Stellfläche zur Verfügung steht und wir die ganze feierliche Runde nicht an die Seite drängen wollen, gruppieren wir uns oben auf der Empore. Links von der wuchtigen Orgelanlage reicht der Platz dann aber auch grad so.

Der eigens aus Bayreuth angereiste Pfarrer Pithan macht das richtig gut, findet bereits bei der Begrüßung des Brautpaares und der Trauungsgäste treffende Worte. Bei der Übersetzung der bedeutungsvollen Worte leistet Ahmad als dolmetschender Trauzeuge oder trauzeugender Dolmetscher für Yagub ganze Arbeit. Einige Teile des Traugottesdienstes, z.B. das Eheversprechen und die Fürbitten, werden mehrsprachig vorgebracht, so dass man immer wieder versucht ist im Stillen mitzuübersetzen (Was ist von meinem Schulenglisch nach sooo vielen Jahren denn eigentlich übrig geblieben?). Nur der routinierte Organist Herr Stützle gönnt sich von Zeit zu Zeit ein paar verdiente Ausruhminuten, die er mit gesenktem Kopf und geschlossenen Augen auf seinem Hocker verbringt. Aber auf den Punkt ist er immer wieder präsent.

Die Sorge, dass wir mit unserer Kleingruppe die Kirche von der Empore aus nicht ausreichend beschallen könnten, erweist sich als unbegründet. Bereits bei „Viva la vida“ ernten wir einige anerkennende Blicke nach oben, so dass wir wissen: Akustisch kommt alles gut bei den Teilnehmenden an. „Heal the world“ regt die Besucher dann auch mal zum rhythmischen Mitmachen an. „A claire benediction“ nach dem Schlusssegen des Pfarrers zaubert dann schließlich ein kleines Rührungsglitzern in ein paar Augen rein. Nach dem Auszug geht es an die Sprudeltheke mit Holunder- und Himbeersirup. Die reichhaltige und super-leckere Kuchentheke muss erst noch mal warten, denn das Brautpaar hat sich noch beim Baumstammsägen zu bewähren. Mit dieser Säge-Erfahrung in den Armen geht es dann auch ans gemeinsame Teilen der Hochzeitstorte.

Carolin leitet uns souverän und ruhig durch die Lieder, die wir seit längerer Zeit nicht mehr präsentiert hatten. Dafür ganz großen Dank vom Mini-Chor. Es ist eine schöne und berührende Geste, diese in vielen Belangen grenzüberschreitende Hochzeit mitzufeiern. Und für uns ist es etwas Besonderes eine derartige Zeremonie in dieser schönen Suggentaler Kirche mit ein paar Liedern untermalen zu dürfen.

Wir vom Chor wünschen dem jungen Paar alles erdenklich Gute, viele glückliche und erfüllte Zeiten und bedanken uns ganz herzlich, dass wir für diese Hochzeit einen kleinen Beitrag leisten konnten.

Peter

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