Unsere erste gemeinsame Reise ging in die Toscana

Vor etwas mehr als 1,5 Jahren fiel der Startschuss für die erste Chorreise mit dem Ziel Toscana/ Lingurien in Italien.Am 3. Oktober früh um 6 Uhr morgens empfing uns der Bus der Firma Rauch am ZOB in Denzlingen.Neben dem Gepäck wurden noch schnell Getränke und Vesper für die Reise im Bus verstaut, damit  Gerhard unser Busfahrer, pünktlich mit 33 Reiselustigen die Fahrt nach Lido di Camaiore starten konnte.  Der Weg führte über Rheinfelden, durch die schöne Schweiz, in Richtung Italien.  Nach etwas mehr als 2 Std. Fahrt wurde ein Platz zum Rasten gesucht und bei schönen Wetter die mitgebrachten Speisen aufgetischt.

Nach der Stärkung ging die Fahrt weiter zum St. Gotthard und auf Wunsch einer lieben Mitfahrerin fuhren wir nicht durch den Tunnel, sondern bei strahlendem Sonnenschein über den Pass. Oben gab es einen  kurzen Fotostopp und schon bald ging es weiter Richtung Meer und zu unserem Hotel

Immer wieder bekamen wir von Gerhard tolle Informationen zu den Orten und Landschaften, so dass die Zeit wie im Fluge verging (zumal der Chor öfters eines seiner Lieder anstimmte) Nach Ankunft im Hotel Prestige wurden die Zimmer verteilt und die weitere Abendplanung durchgesprochen. Das nur wenige Meter entfernte Meer zog einige der Sänger so magisch an,  dass manch einer kurzerhand die Badehose auspackte und ein erfrischendes Bad nahm. Nach dem gemeinsamen Abendessen traf man sich am Strand,  zum gemütlichen Abschluss des Abends, bei Sekt und Gesang.

Am nächsten Morgen beim Frühstück wurden wir von Alexander empfangen, der uns an diesem Tag als Reiseleiter zu den einzelnen Punkten der Besichtigungstour führten sollte. Im Bus entlang der Via Aurelia - der Staatsstraße Nr. 1 - lernten wir sehr viel über die Orte mit ihren unterschiedlichen wirtschaftlichen und künstlerischen Sonderheiten, sowie über die Bräuche in den  Apuanischen Alpen.  So gibt es z.B in Seravezza  im Mai das berühmte „Palio di Micce“  ein Eselrennen, ähnlich dem „Palio“ in Siena. Oder das Örtchen Pietrasanta,  das weit über die Toskana hinaus bekannt ist durch ihre Künstler, die mit dem in den Bergen abgebauten Marmor, oder auch durch den Bronzeguss, Skulpturen erschaffen. In Carrara angekommen stand uns ein kleiner Spaziergang bevor.

Eingesäumt von den Marmorbrüchen ging es hinauf in das Bergdorf Colonnata,  wo der gänzlich weiße Speck der „Lardo die Conca“  herstellt wird.  Bei einer privaten Besichtigung wurde uns diese Besonderheit der Herstellung gezeigt. Der Speck wird in weißen Marmortrögen und nur durch Zugabe von Salz und Gewürzen gereift.

Nach der Produktionsstätte ging es in eine kleine Wirtschaft, wo ein üppiges Vesper mit dieser Spezialität und weiteren Produkten der Region auf u                                            

Gestärkt und satt ging es weiter an das ligurische Meer, in die sogenannte Bucht der Dichter. Entlang der Orte La Spezia und Lerici fuhr uns Gerhard nach Porto Venere einer alten Festungsstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Nach einer sehr interessanten Stadtführung blieb uns Freizeit für La Dolce Vita, gemütlich an der Hafenpromenade sitzend Espresso, oder ein leckeres Eis zu genießen.  Viel zu früh ging es wieder zurück nach Lago die Camaiore.  Nach dem Abendessen und einer kurzen Chorprobe  (die Lieder für den Auftritt am nächsten Tag  sollten noch einmal „geübt“ werden)  ging es auch an diesem Abend an den Strand und hier wurde bis weit nach Mitternacht  geredet, gesungen, oder einfach dem Meeresrauschen gelauscht.

4.Oktober

Trotz der kurzen Nachtruhe waren alle am Morgen pünktlich zur Abfahrt nach Lucca im Bus. Weil  Alexander für die heutigen Orte keine Fremdenführerlizenz besitzt, empfing uns Patricia -  eine waschechte Italienerin aus Florenz. Um das Equipment für den Auftritt an den dafür vorgesehen Ort - einer Eisdiele in der Ortsmitte - zu bringen, wurden Carolin, Nils, Ralf und Martin mit dem E-Piano und Zubehör losgeschickt, um nach getaner Arbeit wieder zu uns zu stoßen. Der Rest wurde auf die vollkommen intakte Stadtmauer geführt, die mit Bäumen bepflanzt, heute als Stadtpark fungiert und den Ort komplett auf ca. 4,2 km einfasst.  Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die alten Häuser und Paläste, die Gärten, die typischen Wohntürme, sowie auf einen Teil der 99 Kirchen. Alle zu besichtigen würde den Rahmen sprengen und so beschränkten wir uns auf die Wichtigste, die des heiligen Fredianos, dem Schutzpatron der Stadt.  In ihr ist  die heilige Zita aufgebahrt, der ein Wunder zugeschrieben wird und deren Leichnam trotz normaler Bestattung nicht verfallen und bis heute noch im mumifizierten Zustand hinter Glas zu besichtigen ist.  In der Stadt lebten etliche Komponisten, unter anderem der berühmte Giacomo Puccini, 

Und genau gegenüber positionierte sich der Chor für seinen Auftritt.  Die ausgesuchten Lieder zeigten das ganze Können und wurden vom zahlreich anwesenden Publikum mit viel Beifall belohnt. Das ein oder andere Fenster wurde geöffnet, um besser der Musik lauschen zu können. Sogar ohne aufgestellten Hut gab es von einem Englischen Ehepaar 5 Pfund für die Chorkasse.

Im Anschluss gab´s für alle ein leckeres Eis und dann mussten wir uns sputen damit wir einigermaßen pünktlich zum nächsten Programmort kamen.  Auf einem Landgut inmitten der Olivenbäume empfing uns Alexander, der uns den Anbau, sowie die Weiterverarbeitung der Oliven erklärte. Eine Erläuterung, wie man „gutes von schlechtem“  Olivenöl unterscheidet, wie es riechen sollte, und vor allen Dingen wie man es verkostet, das alles erklärte er uns.  Auch hier konnten wir wieder Produkte der Region, wie den Speck und den Schafskäse und nicht zu vergessen den Wein, einkaufen.

. Weiter ging das Programm, denn nun stand Pisa auf unserer Besichtigungsliste. Patricia erklärte uns die Geschichte des „Piazza di Miracoli“  dem Domplatz mit der Taufkirche, dem Dom,  dem Monumentfriedhof und dann am Schluss die des berühmten Glockenturms mit seiner Schieflage.

          

Noch ein paar Selfis und schon war auch dieser Tag vorbei und der letzte Abend endete, wie auch die anderen, am Strand.

Die Heimfahrt verlief ohne Probleme, nun entlang der Kü   ste, an Genua vorbei und diesmal durch den St. Gotthard Tunnel, zurück nach Denzlingen.

Fazit aller Mitreisenden:  Wir hatten 4 supertolle Tage bei sonnigen 25° C  , ein traumhaftes Meer, indem wir auch abends noch schwimmen konnten und nicht zu vergessen, wir haben viel Wissenswertes erfahren, das uns Italien ein Stückchen näher gebracht hat…….und nun alle warten, wohin die Reise das nächste Mal - in 2 Jahren - gehen wird.

Rosi Blattmann

 

 

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