Am Sonntag, 6. Oktober 2019 wurde die Denzlinger Kulturwoche eröffnet. Im Laufe des Vormittags hatten schon mehrere kurze musikalische Vorführungen im Foyer des Kultur- und Bürgerhauses stattgefunden. Für 14.30 Uhr stand auf dem Programm: „Der gemischte Chor der Concordia unterhält mit internationalen Evergreens“. Eine Meisterleistung schon vor Vortragsbeginn: das Platzfinden aller Sängerinnen und Sänger auf dieser kleinen Bühne ... und das Klavier brauchte ja auch einen Platz.

Petronella Rußer-Grüning, Vorsitzende des AKVD, begrüßte die Concordianer und sagte in Rück- und Vorausschau: „Es war heute morgen schon phantastisch und es wird genau so weitergehen“.

Mit „Hello, bonjour …“ begann die Begrüßung und die Besucher hatten gut zugehört. Rückmeldungen aus dem Publikum bewiesen, dass schon erkannt worden war, in welchen Sprachen die Sängerinnen und Sänger einen guten Tag wünschten. An den Hinweis auf Bewirtung im Delcanto knüpfte Wolfgang Erber an, als er das „Chanson à boire“ ankündigte mit der Schlussfolgerung – übersetzt -: "Wer nicht richtig zu trinken versteht, weiß eigentlich gar nichts“.

International war angekündigt, darum ging es jetzt nach Venedig, wo man die Gondeln auf dem Canal Grande fast sehen konnte, als die „Barcarole“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ erklang. Ein Zuhörer gab zu, ihm sei direkt ein Schauer über den Rücken gelaufen. Dazu bleibt nur zu bemerken: Angekommen.

Nach internationalem Reisen ging es zum Wandern mit Hannes Wader, der „heute hier, morgen dort“ ist und dem seine Träume sagen, es sei Zeit, mal wieder was Anderes zu tun. „Aber nicht übertreiben und die Gemütlichkeit nicht vergessen: Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ … und diese Aufforderung gefiel den Zuhörern.

Bevor es aber zu ruhig wurde, kam die Aufforderung, doch mitzusingen, wenn die von Beethoven vertonte Schillersche „Ode an die Freude“ vom Chor gesungen wurde. Geringe Beteiligung des Publikums lag wohl daran, dass der Text doch bei vielen nicht so geläufig ist oder aber man sich nicht traute, in diesen Chorgesang einfach einzustimmen.

Die Begeisterung, mit der der Chor sein Programm vortrug, war beim Publikum angekommen. Beachtlich die Leistung mit dieser Aufstellung, wo aus Platzmangel ein Großteil der Chormitglieder mit ihrem Dirigenten gar keinen Blickkontakt hatten.

Schade, dass das Programm so kurz war. Aber das „Delcanto“ hatte sich darauf eingerichtet, dass Sängerinnen und Sänger nach einem Auftritt gern noch zusammensitzen, und so wurde zum Ausklang noch Kaffee und Kuchen in enger Runde genossen.

Madeleine Bierwirth
6.10.2019
Fotos von Sieglinde Bock

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