Der Concordia-Vatertags-Hock am 10.05. und die eintägige Sintflut

Alles fängt ganz harmlos an: Da am Montag aus organisatorischen Gründen die Geschirr-Schlepperei vom Storchenturm zum Heimethues nicht stattfinden kann, wird am Dienstag und Mittwoch gleich mal umso kräftiger reingelangt: Mit der Unterstützung einiger Denzlinger Migranten tummeln sich an den sonnigen und trockenen Vorbereitungstagen zahlreiche Helfer beim Hänger-Schieben, Thekenbasteln, Tische- und Bänke-Stellen sowie beim Zeltaufbau. Fädele-Zieher Karl-Heinz weiß natürlich genau welche Stange und welche Plane zu welchem Zelt gehört und wo das Ganze dann schlussendlich positioniert werden muss. Ein paar Sicherungsschrauben rein und gut isses.

Am Mittwoch noch Anschlüsse, Feintuning und Restarbeiten, dann kann’s eigentlich ja losgehen. Wettertechnisch ist bis dahin auch alles gut. Am Mittwochabend landen bereits zahlreiche Gäste auf dem Concordia-Hock und lassen es sich trotz bereits fallender Temperaturen bis zu später Stunde bei Speis und Trank in oder vor den großen Festzelten richtig gut gehen. Den üblen Wetterbericht im Hinterkopf wird in der Nacht alles abgeschlossen und verstaut.

Herrliches Frühlingswetter in Denzlingen hält die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores an diesem Samstagnachmittag nicht davon ab, sich in der Jakobus-Kirche einzufinden für die Generalprobe. 40 Chorproben im Laufe des letzten Jahres sollen jetzt den krönenden Abschluss finden. Fleißige Helfer habenden Altarraum mit Podesten bestückt und nun die erste Stellprobe, denn wichtig für ein gutes Gelingen ist der Sichtkontakt vom Dirigenten zu jedem Einzelnen im Chor. Das klappt auch ganz gut beim Einsingen. Aber dann: Wir waren doch so gut vorbereitet! Was ist es, was uns so durcheinander bringt?

Sechs Wochen noch bis zu unserem Jahreskonzert am 15. April und damit Zeit für unser lange eingeplantes Wochenende vom 2. bis 4. März 2018 in St. Trudpert im Münstertal. Es schneit in großen Flocken, als wir in Denzlingen aufbrechen, aber je näher wir unserem Ziel kommen, je mehr klatscht Regen an die Scheiben, der allerdings niemanden daran hindert, zur verabredeten Zeit im Kloster – unserer bekannten Unterkunft seit Jahren – einzutreffen. Die Zimmer in St. Joseph und St. Ursula werden bezogen, und beim  ersten gemeinsamen Abendessen herrscht das übliche Stimmengewirr, ein Zeichen froher Erwartung auf ca. 10 gemeinsame Übungsstunden.

Eigentlich war es eine Chorprobe wie immer dienstags, 20.30 Uhr im Kleinen Saal im KuB. Aber dieser 23. Januar 2018 ist doch etwas anders.

Mir gegenüber, 1. Reihe im Alt in der Mitte, sehe ich auch an diesem Abend Gisela Siegele. Lächelnd wie immer, hier noch ein Gruß, dorthin noch ein Nicken und dann volle Konzentration auf unseren Chorleiter und das Einsingen. Demnächst wären es 30 Jahre gewesen, in denen für Gisela das Dienstagabend-Programm war: Chorprobe! Für anstehende Konzerte das gemeinsame Chorwochenende zu besuchen war ebenso Selbstverständlichkeit wie „Arbeitseinsatz“ beim Concordia-Hock oder bei der VdK-Bewirtung. Genossen hat sie die Chorgemeinschaft und gemeinsame Ausflüge und schöne Reisen.

Ein Winterkonzert sollte es wieder sein - für uns immer eine gute Übung und Gelegenheit, unsere neuen Lieder nicht immer erst auf den letzten Drücker kurz vorm Jahreskonzert im Sommer gut zu können. Wenn vorher das meiste schon sitzt, geht man entspannter ans Weiterüben.

Nachdem wir die Jahre vorher in Freiburger und Emmendinger Kirchen gesungen hatten, kam Sabine auf die Idee, doch den alten Herrschaften im Denzlinger Seniorenheim mal eine Freude zu machen. Die Leiterin der Einrichtung zeigte sich auch begeistert und so wurde Montag, der 22. Januar als Termin festgelegt.

Fleißig geprobt hatten wir und so trafen wir uns zur gewohnten Zeit im schwarz-lila Outfit im Foyer des Heims. In einem Nebenraum konnten wir unsere Sachen ablegen, einsingen aber wollten wir uns im Saal, wo ja auch das Klavier stand. Da saßen nun auch schon einige Heimbewohner, teils im Rollstuhl, teils mit Rollator, die interessiert unserem „Flabada Flabada“ und anderen Stimmübungen lauschten. Eine alte Dame bekam anscheinend Lust zum Mitsingen und steuerte den einen oder anderen Ton bei.

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